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Dienstag, 22. Oktober 2013, 20:14

Ganoderma ist ein Adaptogen

Hiermit möchte ich mal ein neues Thema starten, eines das mich schon lange interessiert und fasziniert: Adaptogene

Hintergrund:

Zitat

Adaptogene sind in Pflanzen und Pilzen vorkommende Wirkstoffe, die in ihrem Zusammenwirken den Körper dabei unterstützen, sich zu energetisieren, das Zusammenarbeiten seiner Organe zu harmonisieren, sein Immun- und Nervensystem zu unterstützen. Sie tun dies, in dem sie den Körper dabei helfen, sich gegen physischen und mentalen Streß zu schützen oder mit Stressoren so umzugehen, daß der Körper keinen dauerhaften Schaden erleidet.

Adaptogene machen also den Organismus widerstandsfähiger gegenüber von außen einwirkenden Stressoren und stimulieren die überwiegend unspezifischen Abwehrmechanismen gegen Krankheitserreger, erhalten oder stärken also das Immunsystem. In diesem Sinne haben sie „Anti-Aging“- Eigenschaften.

Die modernen Erkenntnisse zu Adaptogenen gehen auf russische Forschungen zurück, die Jahrzehnte zurückliegen. Die Russen waren daran interessiert, Heilpflanzen zu finden, welche Menschen, die großen körperlichen und psychischen Belastungen ausgesetzt waren, Hilfe bieten konnten. Dabei stießen sie früh auf Ginseng, Schisandra, Rhodiola, Eleuthero (Sibirischer Ginseng), welche auch im Fernen Osten Rußlands geerntet wurden. Testpersonen waren hochgradigem Streß ausgesetzte Athleten, Astronauten, Militärs, Seeleute. Die Ergebnisse waren so überzeugend, daß man diesen Personengruppen die Heilpflanzen zur Einnahme empfahl (siehe Antoshechkin und die dort ausgewerteten Forschungsergebnisse).

Die jüngere Forschung konnte die russischen Erfahrungen weitgehend bestätigen und die zugrundeliegenden Wirkungsmechanismen transparenter machen. Diese Forschungen stützen die Erkenntnisse der traditionellen Medizin in Ostasien (China, Japan, Korea, Indien), sind aber auch mit europäischen Einsichten der Pflanzen-heilkunde vereinbar.

Eine von 300 Heilpflanzen besitzt adaptogene Eigenschaften. Adaptogene sind selten – nur nicht im Marketing. Da die Wirkkraft von Adaptogenen sich allmählich herumspricht, werden zunehmend mehr Pflanzen adaptogene Eigenschaften zugeschrieben. Ist Maca ein Adaptogen? Ist Efeu ein Adaptogen? Oder Kaffee? Oder Guarana? Oder Kava-Kava? Grüner Tee - vielleicht. Wie der Leser schnell sieht, kommen die Adaptogene aus Ostasien (Indien eingeschlossen). Das bedeutet nun nicht, in anderen Regionen gäbe es keine. Nur haben wir noch keine entdeckt. Von den Heilpflanzen Europas besitzt keine adaptogene Eigenschaften. Ein Grund scheint sicherlich zu sein, daß die Vielfalt an Pflanzen einschließlich Heilpflanzen in tropischen und subtropischen Regionen die Europas um ein Mehrfaches übertrifft. Beispiel Thailand: dort gibt es über 15.000 pflanzliche Spezies, in Europa etwa 3.000 (Lehner).

Die westliche Medizin interessiert sich für Heilpflanzen, weil sie spezifische Krankheiten therapieren könnten. Efeu (Hedera helix) wurde zur Heilpflanze des Jahres 2010 gekürt, weil seine pharmakologische Wirkung bei chronisch-entzündlichen Bronchialerkrankungen und akuten Entzündungen der Atemwege helfen soll. Das könnten einige Adaptogene auch. Aber ihr „Trick“ ist die nicht-spezifische Wirkung. Sie sind all-rounder, „Zehnkämpfer“. Sie beschäftigen sich mit dem gesamten Körper, nicht zuletzt dem gesunden. Sie dienen nicht der Bekämpfung spezifischer Krankheitsherde.


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Dienstag, 22. Oktober 2013, 20:29

Was sind Adaptogene?

Damit ein pflanzlicher Wirkungskomplex eine adaptogene Bioaktivität entfaltet, muß er verschiedenen Kriterien genügen. Die Eigenschaften Nr. 1 - 3 sind nach Brekhman aufgestellt. Brekhman war ein russischer Forscher der Adaptogene. Er prägte im Anschluß an seinen Lehrer, Nicolai Vasilevich Lazarev, der den Begriff 1958 einführte, die moderne Forschung. Im Jahr 1969 faßt er in einem Artikel die frühe russische Forschung zusammen. Aufgrund neuerer Erkenntnisse kann man seine Überlegungen noch ergänzen. Hier sind also insgesamt 6 Kriterien:

1. Geringe Störung der normalen Funktion des Körpers
2. Unspezifische Wirkung (was nicht unbedingt spezifische Körperreaktionen ausschließen muss!)
3. Wirkt normalisierend oder harmonisierend (siehe Stichwort "Homöostase")
4. „Entdeckt“ Störungen im Organismus (siehe Stichwort "Scanner")
5. Besitzt synergetische Eigenschaften
6. Regt die Körperfunktionen an und steigert die Lebensenergie

Adaptogen sind also seltene Pflanzen und Pilze mit ungewöhnlichen Eigenschaften. Adaptogene sind Multitalente, nicht spezialisiert auf eine bestimmte Krankheit. Sie sind keine Arzneimittel. „Nur wenige schaffen es in diese Kategorie. Die Wissenschaft hat diese Eigenschaften in den vergangenen Jahre immer besser nachweisen können. Sie brauchen keine spezifischen Wirkungen auf spezifische Krankheiten, um die Wirkung von Adaptogenen zu schätzen“ (Schilcher u.a., 2007).

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Dienstag, 22. Oktober 2013, 20:34

Wie wirken Adaptogene?

Zitat

Die chinesische Heilkunde unterscheidet zwischen drei Stufen von Heilpflanzen, von denen die höchste Stufe, die „Superioren“, für uns interessant ist. Ganz allgemein läßt sich zum chinesischen System sagen: Sein Schwerpunkt liegt auf der Förderung der Gesundheit und weniger auf der Ausschaltung von Krankheiten. Zu den Superioren zählen 120 Kräuter, davon haben aber nur wenige adaptogene Eigenschaften.

Winston & Maimes stellen die bislang identifizierten Adaptogene in ihrem Buch vor. Als man in China und ähnlich Japan diese Unterscheidung traf, waren Adaptogene noch kein Begriff in der Wissenschaft, in der Praxis allerdings im Dauereinsatz. Bis heute. Nach chinesischer Vorstellung sind die superioren Heilkräuter die „Herrscher“. Sie kontrollieren den Erhalt des Lebens. Sie sind keine Medikamente. Man kann sie deswegen auch über eine lange Zeit einnehmen. Sie sollen nicht-spezifische Störungen (Disharmonien) bekämpfen. Sie entdecken, wo es Probleme gibt. Wer einen normalen Blutdruck hat, dem helfen Adaptogene, wenn der Blutdruck Ärger macht, sie normalisieren den Blutdruck.

Diese Wirkung ist außerordentlich wichtig für unsere Gesundheit. Denn die Schwierigkeiten in unserem Körper fangen immer ganz klein an. Man merkt es nicht. Blutdruck ist ein Beispiel. Die Amerikaner nennen zu hohen oder niedrigen Blutdruck, weil er so schweigsam arbeitet, den „silent killer.“ Das gilt für alle sich langsam aufbauenden Disharmonien. Wenn wir Adaptogene nehmen, entdecken sie diese schleichenden Energieräuber früh und wirken entgegen, bevor sie ernsthafte Schwierigkeiten machen. Aber auch wenn es schon Ärger gibt, helfen sie natürlich. Ob jemand gesund ist oder nicht, spielt keine Rolle.

Adaptogene stärken die physische und geistige Vitalität. Sie geben dem Körper und Geist Energie. Sie stärken die Widerstandskraft des Organismus gegen physische, chemische, biologische und psychische Stressoren. Sie helfen, das Hormonsystem in einem funktionstüchtigen Zustand zu halten oder schrittweise zurückzuführen. Sie wirken daher, wie die Forschung sagt, nicht-spezifisch. In diesem Sinne arbeiten die Adaptogene in gleicher Weise, obwohl ihre Wirkstoffe sich stark unterscheiden.

Adaptogene stärken den Energiehaushalt auch im Bereich der Sexualität, was auch nicht überraschend ist: Sie zielen auf eine Harmonisierung des gesamten Organismus, wirken nicht-spezifisch, suchen oder entdecken die streßbedingten Defizite. Und wenn sie das machen, wirken sie auch spezifisch, aber eben nicht nur, wie es bei Arzneimitteln der Fall ist.
Wie tun sie das?

Zitat

(1) Adaptogene Heilpflanzen und Pilze sind in sich vielfältig, verfügen über viele Wirksubstanzen.

(2) Wer mehrere Adaptogene zu sich nimmt, erhöht ihre Wirkungsvielfalt erneut. Denn die Wirkstoffe unterschiedlicher Adaptogene sind nicht identisch, vielmehr unterscheiden sie sich beträchtlich.

(3) Adaptogene können synergetisch zusammenwirken, was ihre Vielfalt weiter steigert. Was heißt das? Synergie bedeudet das Zusammenwirken verschiedener Faktoren (Wirkstoffe): Die Gesamtwirkung ist größer als die Summe seiner Teile. 1 + 1 ist größer als 2.

(4) Adaptogene und herkömmlich erzeugte und eingesetzte Medikamente einschließlich Phytopharmaka mit pflanzlichen Bestandteilen können gleichfalls synergetisch wirken. Das muß aber nicht so sein. Wer Medikamente gegen ernsthafte Krankheiten einnimmt, sollte seinen Arzt also informieren, wenn er auch Adaptogene nimmt.

(5) Wenn wir adaptogene oder allgemein alternative Ansätze der Heilung miteinander kombinieren, steigt wiederum die Vielfalt der gesundheitlichen Wirkungen. Adaptogene helfen also Arzneien in ihrer Wirkung, obwohl sie selbst keine Arzneien sind.

(6) Adaptogene verfügen über ein breites Einsatzgebiet. Als Nahrungsergänzungsmittel verwenden wir sie nicht therapeutisch. Sie sind also vielfältig nutzbar.

Verblüffendes Fazit:

Zitat

Die Wirkkräfte bei adaptogenen Pflanzen sind sehr verschieden, sogar grundsätzlich andere. Dennoch scheinen sie, bezogen auf die Symptome, ähnlich zu wirken bzw. Gleiches zu bewirken, wie etwa die Stärkung des Immunsystems oder die Normalisierung des Hormonsystems. Nur tun sie es auf ganz verschiedene Weise. Ihre Wirkungsmechanismen unterscheiden sich.

Für alle gilt: ihre hohe Biokomplexität schafft das Potential für eine komplexe Wirkung; die Komplexität des Organismus ist anerkannt, wird nicht reduziert, um ihn für einen oder wenige Wirksubtanzen „gefügig“ zu machen. Das ist ein Grund, warum die Nebenwirkungen von Adaptogenen, wenn man sie nicht über Gebühr zu sich nimmt, so selten sind.

Behandeln wir unsere Organe gut, indem wir Streß von ihnen fernhalten, sie gut ernähren und energetisieren, sie gegen Störungen immunisieren, geht es uns körperlich besser. Das Umgekehrte gilt auch: Seelischer und psychischer Streß sind auch Folge körperlicher Schwierigkeiten. Wenn Adaptogene helfen, unseren Organismus in guter Verfassung zu halten, hilft das auch unserer Psyche.
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Dienstag, 22. Oktober 2013, 20:58

Wie unterscheiden sich Adaptogene von Arzneien?

Zitat

Adaptogene sind keine Arzneimittel. Sie kommen aus der Natur, nicht aus dem Labor. Sie sollten auch nicht wie Arzneien eingenommen werden.

Wenn die Krankheit weg ist, setzt man Medikamente wieder ab. Adaptogene Heilpflanzen/pilze nimmt man permanent.

Adaptogene stärken den Körper und die Psyche. Sie halten das Nervensystem in einem guten Zustand. Manche sagen daher: sie wirken “ganzheitlich”.
Arzneien wirken, oder sollen es, wenn eine Krankheit vorliegt, sofort. Sie verlangen eine exakte Diagnose. Ist diese falsch, gibt es Riesenprobleme. Die Nebenwirkungen kommen dazu, weil Medikamente ganz spezifische Wirkkomponenten (ein bestimmtes chemisches Molekül) oder einen bestimmten pflanzlichen Wirkstoff zur Therapie nutzen.

Bei Adaptogenen ist das anders. Ein gesunder Körper braucht keine Arzneimittel. Er freut sich jedoch auf Adaptogene.
Sie halten seinen Körper gesund, ohne Nebenwirkungen. Sie wehren Störenfriede (Stressoren) ab. Sie finden heraus, wo es Probleme gibt. Wenn es keine Disharmonien gibt, wirken sie immer noch, da sie unseren Organismus, für uns oft unmerklich, auf hohem Niveau gesund halten. Da sie vielfältige Wirkstoffe haben, können sie auch vielfältig wirken. Sie verhindern, daß Probleme entstehen (der Körper bleibt gesund) oder daß die Probleme außer Kontrolle geraten.

Das heißt nicht, Adaptogene seien austauschbar. Dazu sind die Wirkstoffkombinationen zu verschieden. Adaptogene haben daher auch Schwerpunkte ihrer Wirkung.
Folgen für die Praxis:

Zitat

Da Adaptogene Ähnliches bewirken, heißt das nun, es genügt, wenn ich ein ganz bestimmtes Adaptogen für mich nutze? Manchmal, aber nicht immer.

Zum einen kann unter bestimmten Bedingungenein Adaptogen nicht hinreichend wirksam sein. Da der Organismus komplex ist,gibt es immer Situationen, wo die Wirkstoffe eines spezifischen Adaptogens in bestimmten Situationen nicht ausreichend greifen. Ein anderes könnte dann helfen.

Adaptogene unterscheiden sich danach, auf welche Organe sie besonders gut wirken. Sieht man sich die Wirkungsfelder von adaptogenen Heilpflanzen an, stellt man fest: Sie überschneiden sich einerseits in großem Maße; sie wirken auch alle nicht-spezifisch. Andererseits sind sie in bestimmten Bereichen besonders wirksam. Einige sind gut für die Nieren, andere für die Leber, wieder andere helfen uns besser zu schlafen. Gut heißt, sie spenden oder erhalten den Organen die Energie, gut ihren Aufgaben nachzukommen.

Jedes Adaptogen besitzt sein eigenes Wirkungsfeld, verfügt über seinen eigenen Charakter. Sie sind also im Hinblick auf ihre Wirkungen nicht vollständig austauschbar.

Es kann also gut sein, Adaptogene miteinander zu kombinieren. Was das eine nicht ganz schafft, kann das andere mithelfen zu leisten. Weiterhin: Adaptogene wirken synergetisch. Die Wirkstoffe addieren sich nicht einfach auf, sondern erzeugen in ihrem Zusammenwirken einen gesundheitlichen Mehrwert.
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Dienstag, 22. Oktober 2013, 21:11

Was ist der Unterschied zwischen Adaptogenen, Drogen und Stimulanzen?

Zitat

Adaptogene haben einen entscheidenden Vorteil gegenüber anderen Stimulatoren: Sie machen nicht abhängig. Adaptogene sind keine Drogen, keine Doper. Sie stimulieren und energetisieren - ohne abhängig zu machen. Wer es nimmt, tut seinem Körper einen großen Gefallen. Wer es absetzt, erleidet keinen Einbruch. Das gilt für alle Adaptogene (Winston & Maimes, S. 61-69).

Adaptogene werden auch verstanden als „Heilpflanzen, welche den Widerstand gegen Streß erhöhen, die Konzentration steigern und die Ausdauer bei Müdigkeit“ erhöhen. (Panossian u.a., 2009) Es ist daher wichtig, zwischen Anregungsmittel, Tonikum und Adaptogen zu unterscheiden.

Ein Stimulanz wie Kaffee oder Nikotin, von härteren Drogen und Neurodoping ganz zu schweigen, macht kurzfristig munter („high“), danach fällt der Körper auf Müdigkeit zurück. Es wird oft schlimmer als vorher: Kopfweh, Müdigkeit, Konzentrationsmangel ziehen ein. Das schafft Abhängigkeit.

Ein tonischer Wirkstoff hat diese negativen Wirkungen nicht. Er stärkt und belebt verschiedene Organe und Körpersysteme. Diese Vorteile bleiben bestehen. Es gibt nach Absetzen keinen Einbruch.

Adaptogene stärken die energetische Bilanz des Organismus dauerhaft. Es gibt auch quasi keine Nebenwirkungen. Adaptogene haben ausgeprägte tonische Wirkungen und zusätzlich verfügen sie über die genannten Eigenschaften adaptogener Heilpflanzen. „Die Nutzung dieser Drogen (gemeint sind Adaptogene) erzeugt typischerweise keine Nebenwirkungen, anders als die herkömmlichen Stimulanzien es tun, die abhängig machen und eine negative Auswirkung wie auf das Schlafverhalten haben“ (Panossian & Wagner).

Merke: Alle Adaptogene sind tonisch, aber nicht jedes Tonikum ist adaptogen!

Hinweis
: Die energetische Kraft der Adaptogene spricht sich herum und wird vom Marketing aufgegriffen. Die Amerikaner schlagen besonders hart zu. Alles Mögliche wird mit dem Namen Adaptogen geschmückt. Die Liste der Adaptogene ist kurz!

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6

Dienstag, 22. Oktober 2013, 21:26

Welche Pilze und Pflanzen sind Adaptogene?

Hierüber scheint es keine gesicherten und schon gar nicht übereinstimmenden Erkenntnisse zu geben.

Ich wage jedoch hiermit einen Anfang:
  • Reishi / Ganoderma / Ling Zhi / Glänzender Lackporling
  • Cordyceps
  • Shiitake
  • Maitake/ Klapperschwamm
  • Mandelpilz / ABM (Agaricus Blazei Murill)
  • Ginseng
  • Noni
  • Maca
  • Schisandra
  • Rosenwurz
  • Ashwaganda (Schlafbeere / Winterkirsche)
  • Rhodiola
  • Tulsi (Indisches Basilikum)
  • Jiaogulan (Gynostemma pentaphyllum)
  • Kalmegh
  • Guduchi
  • Neem (Niembaum)
  • Süßholz
Fehlt etwas? Oder bin ich schon zu weit gegangen mit einigen dieser Pflanzen?
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GanoBee

unregistriert

7

Dienstag, 22. Oktober 2013, 23:05

Dankeschön! Super ausführlich!

8

Mittwoch, 23. Oktober 2013, 12:17

Adaptogene und ihre Rezeptoren

@ Danke Big Foot,
für das ausführliche Vorstellen dieser s.g. Adaptogene. :thumbsup:

Adaptogene setzen voraus, dass wir Rezeptoren für sie aufweisen. So, wie wir als Menschen eines mit dem Einzeller gemeinsam haben, der ebenfalls den CB1-Rezeptor für die Hanfpflanze besitzt. Diese uralte Medizinalpflanze Cannabis, dient aus ihren dokumentierten Wirkungen heraus als die europäisch bekannte, wie verfügbare Pflanze.

Cannabis ist, wie das Jiaogulan in der Materna Medica, ein "survival food", eine Überlebensnahrung.

Da Cannabis-Gemüse wieder als Heilnahrung auf dem Teller entdeckt wird, und überdies ärztlich empfohlen, stellt sich mir auch gleich die Frage, ob auch hier eine Suppe oder ein Suppenanteil infrage kommt.

L.G. Maja

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9

Mittwoch, 23. Oktober 2013, 14:22

Ist Cannabis ein Adaptogen?

Liebe Maja,

das ist ein sehr interessanter Hinweis. Auch ich hatte Cannabis ursprünglich auf der Liste der Adaptogene, habe es jedoch wieder verworfen.

Grund: Ist es wirklich ausgleichend oder nicht doch eher nur beruhigend? Steigert es tatsächlich die Lebensenergie? Und mach es nicht doch abhängig? Wenn nicht physisch, dann doch psychisch?

Ich habe das Zeug übrigens noch nie zu mir genommen, kenne aber seine Wirkungen von einer mir nahestehenden Person.... :whistling:

Was die Cannabis-Suppe angeht: Da sollten wir mal unsere Fachfrau fragen! --- Was meinst Du, LingZhi? :D

Schönen Gruß,

BigFoot. :thumbup:
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10

Mittwoch, 23. Oktober 2013, 14:36

Adaptogene von DXN

Viel interessanter als Cannabis finde ich ja die Tatsache, daß es bei DXN mehrere Adaptogene gibt, die wir miteinander kombinieren können:
  • Reishi / Ganoderma / Ling Zhi
  • Cordyceps
  • Noni
  • Maca (wenn auch nur gering dosiert im Kaffee)
Hier ist ja der Reishi der absolute König. Aber wie es ja richtigerweise hieß: Adaptogene unterscheiden sich, ergänzen sich und verstärken gegenseitig ihre Wirkung.

Daher fand ich es ja von Anbeginn interessant, daß es bei DXN eben nicht die ganze Palette der Heilpilze gibt, sondern nur drei. Und jeder der drei Pilze wirkt auf und über ein anderes Organ.

Apropos: Was ist denn dann mit Hericium (Lion's Mane). Ist das evtl. nicht doch auch ein Adaptogen? Obwohl ich es bislang noch nicht als solches in der Literatur beschrieben gesehen habe.

Bin weiterhin interessiert an Eurem Input!

Beste Grüße -

BigFoot. :thumbup:
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11

Mittwoch, 23. Oktober 2013, 14:50

CB1-Adaptogene ein s.g. Evolutionserbe

Grund: Ist es wirklich ausgleichend oder nicht doch eher nur beruhigend? Steigert es tatsächlich die Lebensenergie? Und mach es nicht doch abhängig? Wenn nicht physisch, dann doch psychisch?
Liebe BigFoot,
:P na dann mal wieder rauf auf die verworfene Liste damit! Spaß beiseite, heute finden sich wieder Forscher und Ärzte, die von Californien aus den Cannabis-Gemüseanbau betreiben, gerade weil diese uralte Kultur- und Medizinalpflanze Cannabis ordentlich zubereitet und eingenommen (also nicht geraucht) so manches an Leiden hinter sich lässt, die für einige als unheilbar galten. Überdies sind mir die Berichte der Cannabis-Gemüse-Therapie durchaus vergleichbar mit der DXN-Therapie von Dr. Lim.

Neurologen, die die Unschädlichkeit der Hanfpflanze als Nahrungsmittel belegt haben, kommen nicht zu Wort, werden ignoriert. Das BTM beruft sich immer noch auf die Erlasse einer Lobby, die mangels dieser Pflanze in unserer täglichen Nahrung ganz schön chemisch-synthetisch an unseren Mangelerscheinungen mit verdient. Hier geht es nicht um das Rauchen mit gleichzeitig exessivem Alkoholgenuss und anderer synthetischen Drogen im Mix, sondern um das, was bei den Betroffenen unerwartete Heilungen auslöste.

Ich gebe es ja zu, es ist schon eine enorme Herausforderung, erkennen zu müssen, dass so Manches, was so offiziell behördlich veröffentlicht wird, eben nicht der eigentlichen Wahrheit entspricht, desto mehr, undurchsichtigen Interessen einer Lobby auf einer breiteren Ebene.

Danke nochmals fürs Vorstellen der Adaptogene, den diese existieren wirklich! :thumbsup:

L.G. Maja

p.s.: Das heutige Internet ist in seinem aufklärenden Umfang mit der Buchdruckerfindung vergleichbar, so gab es zuvor nur die von der alles umfassenden Kirche deren mündlichen Überlieferungen dazu.